Portwein-Pflaumen

Im Garten meiner Oma wuchs eigentlich alles: Gemüse, Obst, Blumen. Meine Oma pflegte alles mit viel Liebe und Hingabe. Doch für mich war Gartenarbeit immer ein Graus. Laub fegen, Unkraut jäten und auch Obst ernten – das hat mir als Kind keinen Spaß gemacht.

So wenig ich den Garten und selbst angebautes Obst und Gemüse als Kind zu schätzen wußte, so sehr sehne ich mir beides heute  herbei. Ich Stadtmensch habe eine sehr romantische Vorstellung von meinem eigenen Garten: Mein Garten ist immer schön, ohne dass er Arbeit macht. Er wächst ein wenig wild, so dass man sich wie auf einer großen Blumenwiese vorkommt. Unkraut finde ich nie. Und die Blätter fallen jetzt im Herbst bunt und wild von den Bäumen, liegen aber niemals im Weg rum. Es gibt keine nervigen Wespen – nur niedliche Hummeln. Morgens zwitschern die Vögel und alle Früchte sind immer genau richtig – mit dieser ganz besonderen Balance aus Säure und Süße.

Vor ein paar Wochen hatte ich genau solch besondere Früchte gefunden. Scheinbar hatte sie jemand für mich aus meinem Garten geerntet. ;-) Schwarze Pflaumen. Eine schöner als die andere. Jede ein kleines Juwel. Ich war skeptisch, weil man so einer Pflaume ja nicht unter dies Schale sehen kann. Aber schnell war ich nicht nur beruhigt sondern schon fast euphorisch. Der Geschmack war genau richtig. Ich hätte sie am liebsten alle sofort ganz alleine aufgegessen.

Portwein-Pflaumen

für 4 Personen

  • 8 schwarze Pflaumen
  • 1/2 EL Butter oder Pflanzenfett
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 Prise Pfeffer (Tasmanischer Pfeffer)
  • 70 ml Portwein

Die Pflaumen waschen und achteln. Jedes Achtel nochmals halbieren.

In einem kleinen Topf die Butter leicht bräunen. Darin die Pflaumen kurz anschwitzen, anschließend mit dem Puderzucker bestäuben und kurz karamellisieren lassen. Vanillemark und Pfeffer dazugeben sowie den Portwein angießen. Kurz aufkochen lassen und dann bei sehr kleiner Hitze für ca. 10 – 15 Minuten simmern. Je nach Verwendungszweck für ein paar Stunden ziehen lassen.

Bei mir wurde daraus mit ein paar Zimtstreuseln  ein leckerer Pflaumen-Crumble. Der Saft gibt aber auch einer Rotweinsauce (z.B. zu Wild) eine wunderbar fruchtige Note

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