Wie James Bond sein Brot essen würde: Toskanischer Brotsalat – Panzanella

Ich stelle mir folgende Szene vor:

Mit blitzendem Zahn und ordentlich frisiertem Haar jagt unser Held über ewige Landstraßen der Toskana. Die Sonne blendet ihn, er hat Schwierigkeiten das Auto zu halten. Kommt von der Straße ab. Krawumm! Bäng! Es scheppert – das Auto hängt in einem alten Olivenbaum. Der Held ist so zwar den Bösewichten entwichen, aber ihn selbst hat es mächtig angeschlagen. (Szenenwechsel) Die Frisur ist etwas lädiert und das Lachen kommt noch mühsam. Der Held ist verwundet. Aber, was ein Glück. Er wird gut gepflegt – alle Wunden sind verbunden. Eine schöne junge Frau steckt ihren Kopf zur Tür hinein. „Signor Bond, wie essen Sie Ihr Brot?“ – „Gezupft. Nicht geschnitten.“

Es ist tatsächlich wichtig für das nachfolgende Rezept, das Brot zu zupfen und nicht zu schneiden. Das kann man im Originalrezept bei Jamie Oliver nachlesen: die Schnittfläche wird größer und die Krume wird nicht zerquetscht. So kann das Brot mehr von dieser wunderbar, tomatigen Sauce aufnehmen. Ich finde: es sieht auch noch hübscher aus. Und für Ästhetik beim Essen bin ich immer zu haben. Ursprünglich ist dieses Gericht entstanden, um altes Brot aufzubrauchen – das ließ sich vielleicht auch einfach besser zupfen als schneiden.

Toskanischer Brotsalat - Panzanella nach Jamie Oliver

Toskanischer Brotsalat, Panzanella

nach Jamie Oliver (Buch: Genial italienisch)

und 3 Personen fahren spontan in den Urlaub

  • 2 gelbe Paprikaschoten
  • 3 Scheiben altes Brot – mind. vom Vortag, am besten Graubrot o.ä., kein Weißbrot
  • 400 g reife Tomaten verschiedener Sorten
  • 1  Hand voll kleine, eingelegte Kapern, abgespült
  • 2 Schalotten
  • 1 Sellerieherz
  • 3 EL guter Balsamicoessig
  • 10 EL Olivenöl
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Da ich nie Brot zu Hause habe, habe ich auch kein altes Brot daheim. Also muß ich am Vorabend anfangen aus frischem Brot altes zu machen. Dafür schneide ich 3 Scheiben ab und toaste diese. Solange sie noch weich sind werden sie dann in mundgerechte Stücke gerupft (nicht geschnitten!) und über Nacht draußen liegen gelassen, damit sie gut trocknen und altbacken werden.

Für den Salat als erstes die Tomaten waschen und klein schneiden. Leicht salzen und in ein Sieb geben. Das Sieb über eine Schüssel stellen, so dass der Saft aufgefangen werden kann.

Als nächstes die Paprika halbieren, vom Kerngehäuse befreien und waschen. Dann unter dem Grill im Ofen rösten, so dass die Haut Blasen wirft und schwarz wird. Die Paprika in eine Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken. Darunter ein wenig schwitzen lassen (ca. 10-15 Minuten), damit sich die Haut später besser abziehen lässt.

In der Zwischenzeit die Schalotten in feine Streifen schneiden und das Sellerieherz grob hacken. Die Kapern abwaschen. Das Dressing vorbereiten und Essig und Olivenöl vermischen. Die Paprika aus der Schüssel befreien und die Haut abziehen. Paprika in eine Salatschüssel geben. Kapern, Brot, Schalotten und Sellerieherz dazugeben. Tomaten noch mal etwas ausdrücken und dann auch zum Salat geben.

Den aufgefangenen Tomatensaft mit Balsamico und Öl vermischen und das Dressing über den Salat geben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

2 Antworten zu “Wie James Bond sein Brot essen würde: Toskanischer Brotsalat – Panzanella

  1. Signor Bond, wie essen sie ihr Brot?
    Ich werd bekloppt, ist das guuuut! xD
    Ein Glück, dass du einen Blog schreibst, wohin sonst mit der ganzen kreativen Energie? :)
    Nebenbei sind Paprikaschoten aus dem Ofen einfach ein Traum…

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