Rohkost revisited: Frühlingssalat von Grünem Spargel und Schwarzwurzel mit Mandel-Dressing

Wenn ich an Rohkost und die 80er-Jahre denke, dann denke ich an unförmige Strickpullis, Jutetaschen und Karottensaft. Ungestylte Haare und braun-klumpige Körnerbratlinge, von denen man nicht viele braucht. Weil sie im Mund eh größer werden, als man vorher je für möglich gehalten hätte.

Zum Glück sind meine Kindheits-Traumata lange her. Und nachdem ich mich so herrlich mit der Schwarzwurzel angefreundet habe, habe ich heute auch Frieden mit der Rohkost gemacht.

Wenn nur Reste-Verarbeitung immer so schön sein könnte: Hier wurden die übriggebliebenen Stangen von der Schwarzwurzel-Tarte mit ein bißchen grünen Spargel und ein paar Erbsen gepaart. Beides hat einen wunderbar erdigen und doch leichten Geschmack. Die Erbsen dazu bringen noch ein bißchen Süße ins Spiel. Abgeschmeckt mit einem Mandel-Apfel-Dressing kann der Frühling kommen.

Schwarzwurzel-Spargel-Salat

Frühlingssalat von Grünem Spargel und Schwarzwurzel (roh) – mit Apfel-Mandel-Dressing

und 1 Person bekommt einen völlig neuen Eindruck von Rohkost

  • 130 g (ca. 5 Stangen) grüner Spargel
  • 100 g (ca. 5 Stangen) Schwarzwurzel
  • 50 g (2 Hand voll) Erbsen, TK
  • 1 Schalotte
  • 1 EL frischer Basilikum, gehackt
  • 1 EL Mandelblättchen
  • 1 Viertel Apfel
  • 4 EL Mandelöl
  • 4 EL Balsamico bianco
  • 2 EL Apfelessig
  • Salz, Pfeffer

Den grünen Spargel waschen und die untersten Stücke abbrechen. Anschließend schräg in dünne Scheiben schneiden, dabei ganz lassen.

Für die Schwarzwurzeln eine Schale mit etwas Essigwasser bereit stellen, da sie einmal geschält schnell braun werden. Die Stangen schälen waschen und in das Essigwasser legen, bis alle geschält sind. Dann ebenfalls schräg in dünne Scheiben schneiden.

Spargel, Schwarzwurzeln und Erbsen in eine Salatschüssel geben. Etwas Salz und Pfeffer hinzugeben.

Schalotte fein hacken. Basilikum und Mandelblättchen grob hacken. Apfel fein hacken oder reiben. Öl und Essig dazu geben, zu einer Vinaigrette verrühren und über den Salat geben.

>>> 3 interessante Fakten

  1. Aus dem Spargel-FAQ: „Obwohl die meisten Menschen gekochten Spargel bevorzugen, ist es natürlich auch möglich, rohen Spargel zu essen. Allerdings muss bei ungekochtem Spargel auf das zumeist gewünschte Spargelaroma verzichtet werden. Die im Spargel enthaltene Asparaginsäure entfaltet nämlich erst durch das Kochen ihren typischen Geschmack.“
  2. Von den Schwarzwurzel-Tipps: „Wem das [Schälen] zu viel Arbeit ist, der kann die Wurzel etwa 20 bis 25 Minuten in mit Essig und Kümmel gewürztem Wasser kochen und anschließend in kaltem Wasser abschrecken. Die Haut der Wurzel lässt sich nun leicht abziehen.“
  3. Die Theorie zum Thema Rohkost: „Durch (längeres) Erhitzen werden temperaturempfindliche Stoffe (wie beispielsweise Vitamin C, Chlorophyll oder ungesättigte Fettsäuren) zerstört und ihr Gehalt in der Nahrung nimmt dadurch ab, gleichzeitig nimmt der Gehalt an Stoffen zu, die in größerem Maße erst durch Erhitzen entstehen, wie beispielsweise Acrylamid. Bei der Erhitzung von Fetten entstehen zahlreiche Zersetzungsprodukte […] sowie deren Abbauprodukte […]“

4 Antworten zu “Rohkost revisited: Frühlingssalat von Grünem Spargel und Schwarzwurzel mit Mandel-Dressing

  1. Sieht super lecker aus. Ist das Rezept echt nur für eine Person? Das käme mir ganz gelegen. Mr. Hubster isst leider kein grünes Gemüse. Und ich stehe total auf Gemüse.

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