Aber lass mir noch was übrig: Selbstgemachte Pasta mit Tomatensauce

lieblings-koch-filmBlogparade: Dein Lieblings-Koch-Film

Da fragen die vom Küchenatlas uns nach unserem Lieblings-Koch-Film. Moment Mal Kochfilme…? Chocolat, Bittersüße Schokolade, Zimt & Koriander, Julie & Julia, Kochen ist Chefsache, Ratatouilli, Grüne Tomaten (erinnert sich noch jemand?), In China essen sie Hunde, Rezept zum Verlieben und irgendwie auch Charlie und die Schokoladenfabrik …

Aber Mein Lieblings-Koch-Film? Darauf kann es nur eine Antwort geben. Bella Martha.

Dieser stille, unaufgeregte Film erzählt mit so viel Liebe zum Detail die traurige und schöne Geschichte von Martha, Lina und Mario, dass man den Film immer wieder schauen möchte. So dass man (vielleicht auch eher nur frau) am Ende nicht weiß, ob man nun lachen oder weinen soll. Das Hollywood-Remake „Rezept zum Verlieben“ ist wahrscheinlich bekannter, kann dem deutschen Original jedoch nicht und niemals das Kochwasser reichen.

Martha ist eine besondere Köchin. Besonders gut als Köchin und auch sonst ein bisschen besonders, eigenbrödlerisch und nicht der auf den ersten Blick umgänglichste Mensch. In ihrem Leben geht es ums Kochen, um Zubereitungsarten, darum, Essen perfekt zuzubereiten. Viel mehr scheint sie nicht zu interessieren. Da wundert es nicht, dass sie das richtige Rezept für den Umgang mit ihrer Nichte Lina, die nach einem Autounfall verwaist ist und nun bei Martha lebt, nicht auf Anhieb findet. Dafür ist Mario, der italienische Koch, den ihr die Chefin an die Seite gestellt hat, genau der richtige: extrovertiert, immer ein Lied auf den Lippen, herrlich unkompliziert, fröhlich und mitreißend.

In meiner Lieblingsszene lässt Mario mitten im Restauranttrubel alles stehen, um sich schnell mal eben einen Teller Pasta zu machen. Als er wieder an die Arbeit muss, drückt er diesen Lina in die Hand. Natürlich und sicherlich ganz ohne Kalkül. ;-) Mit dem Kommentar „Aber lass mir noch was übrig.“ Lina, die seit sie bei Ihrer Tante Martha wohnt, kaum gegessen hat, kann kaum widerstehen.

Wer könnte das schon?

Amore Mio: Pasta mit Tomatensauce

Selbstgemachte Pasta mit Tomatensauce

für 2 Personen, wenn 1 was übrig lässt

Pasta Piemonteser Art

nach lamiacucina

  • 75 g Eigelb (Größe M, ca. 5 Stück)
  • 100 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 1 Prise Salz

>>> ohne Küchenmaschine braucht’s vor allem Muskelkraft: Teig kneten: 30 Minuten | Teig ruhen lassen: 60 Minuten | Teig ausrollen und schneiden: 30 – 40 Minuten | Nudeln kochen: 4 Minuten

Weizenmehl, Salz und Eigelb mit dem Knethaken zu einem Teig verrühren. Der war am Anfang sehr krümelig, mit längerem Kneten wurden die Krümel aber immer größer und es entwickelte sich nach und nach ein sehr fester Teig. Ich habe ihn von Hand zu Ende kneten müssen, da meinem Handmixer die Puste ausging.

Den Teig 1 Stunde ruhen lassen.

Anschließend in 4 Teile schneiden und diese nach und nach auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz so dünn wie möglich ausrollen. Das erfordert einiges an Zeit und Muskelkraft, funktioniert aber auch ohne Nudelmaschine. Schließlich die Teigplatte in dünne Streifen schneiden und etwas bemehlen, damit sie nicht zusammen kleben. (Dies mache ich während die Sauce köchelt.)

Die fertigen Nudeln zur Seite legen, bis die Sauce fertig ist. Später werden die Nudeln in kochendem Salzwasser in ca. 4 Minuten al dente gegart. Die übrig gebliebenen Eiweiße können portionsweise für die spätere Verwendung eingefroren werden.

Selbstgemachte Pasta

Tomatensauce

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 1 getrocknete Tomate
  • 300 ml Weißwein, trocken
  • 500 g Rispentomaten
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Basilikum
  • Parmesan

>>> gut Ding will Weile haben: Schalotte und getr. Tomate dünsten: 5 Minuten | Wein reduzieren: 10 – 15 Minuten | Sauce einkochen lassen: ca. 30 Minuten

Butter und Olivenöl auf kleiner Flamme schmelzen lassen. In der Zwischenzeit Schalotte und getrocknete Tomate sehr fein hacken. Beides im heißen Fett in ca. 5 Minuten glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und diesen auf etwa 1/3 reduzieren. Das dauert etwa 10 – 15 Minuten.

Während dessen die Tomaten fein würfeln. Eventuell ein paar der Tomatenwürfel zur Seite legen. Wenn der Wein eingekocht ist, die Tomaten in den Topf geben. Mit wenig Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Die Sauce einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Das dauert etwa 30 Minuten. Abschmecken und ggfs. nachwürzen.

Die Nudeln in kochendem Wasser in ca. 4 Minuten al dente garen, abgießen und direkt in die Tomatensauce geben. Auf den Tellern anrichten und mit Tomatenwürfeln, Basilikum und Parmesan garnieren.

Pasta mit Tomatensauce

4 Antworten zu “Aber lass mir noch was übrig: Selbstgemachte Pasta mit Tomatensauce

  1. Ich will schon ewig mal selber Nudeln machen, bisher einfach noch nicht geschafft… Dein Beitrag motiviert mich wieder einmal umso mehr. Der Filmtipp klingt auch super, kommt auf die Nach-Schau-Liste. ;)

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