Und manchmal geht’s auch schief: Himbeer-Kuchen mit Dulce de Leche

Aller guten Dinge sind 3. Eigentlich.

Denn eigentlich wollte ich für die Dulce de Leche-Wochen von Anni  neben dem (1) Milchreis und der (2) Philadelphia-Torte noch einen weiteren Kuchen beisteuern. Die Idee war großartig. Nahezu genial würde ich sagen.

Es sollte ein (3) saftiger Himbeer-Kuchen werden. Mit einem locker-leichten Teig. Die Krume sollte angenehm frisch und feucht sein, dafür wollte ich erst Schmand, dann Frischkäse verwenden. So wollte ich sicherstellen, dass er nicht zu süß wird sondern eine schöne, frische Note hat. Eine leise Ahnung von Vanille sollte den Teig abrunden. Dazu Himbeeren, die die schwierige Balance von nicht-zu-sauer/aber-doch-sauer halten. Und mitten drin: kleine Seen goldenen Glücks – Dulce de Leche.

Liest sich fabelhaft oder? So fabelhaft, dass gleich 2 verschiedene Rezeptansätze daraus entstanden. Die waren beide beim Casting. Haben aber leider nicht so performt, wie sie sollten. Da fehlte einfach die — äääh, Persönlichkeit (viele Grüße an die Crash Hot Potatoes von Verena).

Als dann beide Kuchenrezepte zum Voting vor mir standen, hatte ich leider keine Wahl. Mit ernster Heidi-Stimme hieß es: „Für Euch habe ich heute leider kein Foto“.

Der erste Versuch:
ein Traum, lauter kleine Dulce-de-Leche-Seen mitten im Kuchen. Aber die Krume... leider total nass und klitschig.

ein Traum, lauter kleine Dulce-de-Leche-Seen mitten im Kuchen. Aber die Krume… leider total nass und klitschig.

  • feuchte Krume: check
  • genau die richtigen Himbeeren (an der richtigen Stelle im Kuchen): check
  • Dulce de Leche-Seen: check
  • restliche Anforderungen: fail
Der zweite Versuch:
Das war ein toller Kuchen. Super-lecker. Genau richtig. Nur: wo ist die Dulce de Leche hin?

Das war ein toller Kuchen. Super-lecker. Genau richtig. Nur: wo ist die Dulce de Leche hin?

  • locker-leichter Teig: check
  • feuchte Krume: check
  • frische Note und genau richtige Vanille-Balance: check
  • restliche Anforderungen: fail

… und hier für alle, die es im Detail wollen, die beiden Rezepte, die es leider nicht in den Recall geschafft haben. Ich poste dies im Übrigen in zwei neuen Kategorien: Küchenunglücke – weil im Leben in der Küche eben nicht immer alles glatt läuft. und work-in-progress: weil wir uns davon nicht abschrecken lassen und so lange weiter machen, bis der Umweg zum Ziel schöner aussieht als der einfache Weg. Ich freu mich schon, wenn ich endlich das richtige Rezept für meinen Kuchentraum posten kann.

Himbeer-Kuchen mit Dulce de Leche in 2 (missglückten) Versuchen

jeweils für eine 15 cm-Kastenform

  • 1 Ei (Größe M)
  • 100 g Schmand | In Kuchen-Versuch Nr. 2: 2 EL Frischkäse (Doppelrahmstufe, 20 g)
  • 50 g Butter
  • 1 EL Rum (= 5 ml) | In Kuchen-Versuch Nr. 2: 100 ml Milch (3,5% Fett)
  • 1 Msp. Vanille
  • 1 EL Speisestärke (= 10 g)
  • 2 EL gemahlene Mandeln (= 20 g) | In Kuchen-Versuch Nr. 2: ohne Mandeln
  • 90 g Weizenmehl | In Kuchen-Versuch Nr. 2: 100 g Weizenmehl
  • 60 g Zucker
  • 5 g Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 80 g + 20 g Himbeeren
  • 50 g Dulce De Leche
  • 1 TL gehackte Mandeln
  • Butter und brauner Zucker für die Form

Backform fetten und mit braunem Zucker ausstreuen. Butter bräunen und auskühlen lassen. Backofen auf 175° C vorheizen.

Für Kuchen-Versuch 1 dann:

Zuerst die feuchten Zutaten (Ei, Butter, Rum und Schmand) miteinander verrühren. Das Vanillemark (nur 1 Messerspitze) dazugeben und verrühren. Dann die trockenen Zutaten (Speisestärke, Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Backpulfer und Salz) vermischen. Schließlich die trockenen Zutaten in die nassen Zutaten einrühren, bis ein schöner Teig entsteht. 80 g Himbeeren unter den Teig heben.

Und genauso für Kuchen-Versuch 2:

Zuerst die feuchten Zutaten (Ei, Butter, Milch und Frischkäse) miteinander verrühren. Das Vanillemark (nur 1 Messerspitze) dazugeben und verrühren. Dann die trockenen Zutaten (Speisestärke, Mehl, Zucker, Backpulfer und Salz) vermischen. Schließlich die trockenen Zutaten in die nassen Zutaten einrühren, bis sich alles zu einem glatten Teig verbindet. Der Teig ist sehr flüssig – von der Konsistenz her wie Pfannkuchenteig. 80 g Himbeeren unter den Teig heben.

Teig Löffel weise in die Backform geben. Zwischendurch immer wieder Kleckse der Dulce De Leche dazwischensetzen. Bei mir hat sich bewährt, etwa 1/4 eines Esslöffels Dulce de Leche zu nehmen und es dann mit dem Teigschaber vom Löffel abzukratzen, so dass es auf den Teig fällt. Oben auf dem Teig die restlichen Himbeeren und die gehackten Mandeln verteilen. Bei 175° C für 45 – 50 Minuten backen.

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2 Antworten zu “Und manchmal geht’s auch schief: Himbeer-Kuchen mit Dulce de Leche

  1. Und es hört nicht auf… Deine Beitrage sind einfach immer so genial geschrieben. Gestern kam ich vom Klettern heim, hatte den Rucksack noch auf und die Schuhe noch an, als mein Handy piepte: Neuer Eintrag auf essen&lieben. So stand ich dann im Flur, in voller Montur, die Haustür noch angelehnt und habe erstmal die Nachbarn durch mein Gelächter irritiert. Diese Ausführung steht beispielhaft für meine Liebe zu allem rund um’s Essen, Kochen und Bloggen. :)

    Und btw, Kuchen Nr. zwei hätte ein Foto von mir bekommen! So ein süßer Dulce de Leche Sockel für den Himbeerkuchen hat doch auch was. Falls ich das richtig erkannt habe. ^^

    Schönen Restsonntag noch!!

    • Willst Du Dich umbenennen in Salz, Pfeffer, Adlerauge? :) ja – die ganze Dulce de Leche ist nach unten gerutscht und hat es sich da bequem gemacht.

      Und danke Dir! *rot werd* für’s mitlesen und kommentieren und selbst bloggen. Das bringt mir immer ein Lachen ins Gesicht! :-)

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