Geschmacksache. Ein Karrotten-Kuchen-Dilemma.

Liest man Rezepte für Karottenkuchen, dann liest man über den tollen saftigen Teig, die angenehme Konsistenz und den würzigen Geschmack. Man liest von gesundem Kuchen, der kein bißchen gesund dafür dekadent wie die größte Sahne-Torten-Sünde schmeckt.

Jedes, jedes Mal wünsche ich mir dann, dass ein Karottenkuchen und ich ein Date haben, bei dem wir genau das erleben, was die ganze Welt sieht, riecht und schmeckt. Nur einzig mir und dem Karottenkuchen scheint kein Happy End vergönnt zu sein. So oft ich es auch probiere, so unterschiedlich die Rezepte. So gleich ist das Ergebnis. Ich bin offensichtlich für anderen Kuchen bestimmt. Oder der Karottenkuchen für andere Menschen?

Die Idee von Karottenkuchen hört sich in meinen Ohren an, wie ein Gänsehaut-Date mit einem tollem Kerl, für den gesunde Ernährung als Selbstverständlichkeit daher kommt. Er paart gesundes Essen mit nachahmenswerten Lifestyle und natürlichem Charme, so dass man ihm beim ersten Lächeln verfallen ist.

Vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen an mein Karottenkuchen-Date?

Karottenkuchen - in Zuckerrübensirup ertränkt.

Meine Realität von Karottenkuchen ist die schlimmste Vorstellung von Birkenstock-Jute-Taschen-tragenden Hauswirtschaftslehrerinnen. Wobei das stimmt nicht ganz.

Meine Realität von Karottenkuchen ist die folgende: ich habe endlich, endlich, endlich ein Date mit diesem super heißem Typen. Der von dem ich weiß, dass er wert auf gesunde Ernährung legt. Und der, von dem ich denke, dass er das mit nachahmenswerten Lifestyle und natürlichem Charme paart. Aber leider kommt sein kleiner Bruder. Der, der mit seinem heißer-Typ-super-Lifestyle-toller-Charakter-Bruder das tolle Aussehen gemeinsam hat. Auch der, der Mutti – die Hauswirtschaftslehrerin ist – immer gut zugehört hat und mir im Stile der schlimmsten Öko-Vorurteile Vorhaltungen über gesunde Ernährung hält. Nicht, dass ich was gegen gesunde Ernährung hätte – nur der Ton…

*peng* Geplatzt. Die heißer-Typ-gesunde-Ernährung-super-Lifestyle-toller-Charakter-Karottenkuchen-Seifenblase.

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Karotten-Kuchen

Das Rezept habe ich bei Blogleindeckdich gefunden. Und ich poste es, weil ich es für ein gutes Rezept halte. Sogar mit meinen minimalen Abwandlungen. Und daher lohnt es sich, für alle Karotten-Kuchen-Menschen es auszuprobieren…

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für 3 heiße Schnittchen

  • 50 g Mandelmehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 g Backpulver
  • 1/2 EL (4 g) Zimt
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 EL (20 ml) Kaffee | alternative Idee: Orangensaft
  • 65 g Karotten (2 Stück)
  • 1 Ei (M, 45 g)
  • 10 g Kokosfett
  • 2 TL (18 g) Waldhonig
  • 2 EL Pinienkerne

Ofen auf 170° C vorheizen.

Zunächst Mandelmehl, Salz, Backpulver, Zimt und Muskatnuss mischen.

Karotten raspeln und Kokosfett schmelzen. Beides mit Ei, Honig und dem Mark der Vanilleschote vermischen.

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Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, grob hacken und unter die Karottenmischung geben.  Da hinein dann die Mehlmischung geben und alles verrühren. Da mein Teig sehr fest war, habe ich noch etwas Kaffee dazu gegeben.

Für 25 Minuten bei 170° C im Ofen backen.

 

Nachtrag am 20.06.2013: Natürlich muss man den Kuchenteig vor dem Backen in eine gefettete und/oder mit Backpapier ausgelegte Backform gegeben werden.

4 Antworten zu “Geschmacksache. Ein Karrotten-Kuchen-Dilemma.

  1. Die Story zur Karottenkuchen-Realität ist einfach nur der Knaller.
    Ich denke mich würde das Date vom Hocker hauen – mit diesem Ton kann ich umgehen. :D Rezept ist folglich gespeichert für T-21 und vielleicht auch für den versprochenen einwöchigen Post-Diplom-Blogmarathon…. :D

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