[Squash-Torte] Also, ich meine: Schokoladenbiskuit-Torte mit Schokopops und Karamellcreme, Himbeeren und Schokoladen-Schoko-Sahne. Dazu Cake-Pops-Deko.

Alle Jahre wieder im Juni kommt bei mir nicht das Christkind  – es ist ja auch nicht Weihnachten – sondern der Geburtstag von meinem Squash-Partner. Alle Jahre wieder steht die große Frage im Raum

Was schenke ich nur?

Dieses Jahr habe ich mich in die Küche gestellt. Mehrere Stunden lang und das alles für nur 10 cm Kuchenglück. Größer dürfte sie aber bei der Kaloriendichte auch nicht sein. Ich habe alles an Schokolade in die Torte gepackt, was ich mir vorstellen konnte.

Mit diesem Rezept gewinne ich außerdem bei

  • Rezeptnamen sind dann am besten, wenn sie mindestens 3-zeilig sind
  • Rezeptbeschreibungen lesen wir am liebsten in Buchlänge
  • Gewonnen hat, wer am meisten Kalorien pro Quadratzentimeter verteilen kann

Und dann drängt sich natürlich und ganz ernsthaft noch das Kleine Kuchen-Blogevent auf.

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[Squash-Torte] Schokoladenbiskuit-Torte mit Schokopops und Karamellcreme, Himbeeren und Schokoladen-Schoko-Sahne. Dazu Cake-Pops-Deko.

für 10 cm themenbezogenes Schokoladen-Glück

>>> braucht mehrere Stunden Zeit: Boden zubereiten und backen: ca. 30 Minuten | Schokoladen-Sahne vorbereiten und ruhen lassen: bis zu 2 Stunden | Squash-Bälle formen, ruhen lassen und dekorieren: ca. 45 Minuten | Böden herrichten: ganz fix in ca. 30 Minuten | Torte zusammenbauen: noch schneller in ca. 10 Minuten | Wartezeit bis zur Dekoration nochmal 30 Minuten | Dekoration und Fertigstellen in 15 Minuten | über Nacht kühl stellen… einzelne Schritte überlappen sich, aber es ist eher ein Ganz-Tages-Projekt als ein Rezept für „schnell-mal-eben“

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1. Den Boden backen (fast ein klassischer Biskuitboden, fast)

  • 80 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 2 Eier (Größe L, insg. 115 g)
  • 35 ml Sahne
  • 20 g Kakao
  • 130 g Mehl (Typ 1050)
  • 3 g Backpulver
  • 30 g Schokolade (70 %, fein gehackt)
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • Springform (26 cm Durchmesser)
  • Butter für die Form

Den Backofen auf 175 ° C vorheizen.

Butter und Zucker ca. 3 – 4 Minuten mit dem Handmixer schaumig rühren. Vanilleextrakt, Eier und Sahne unterschlagen. Kakao, Mehl, Backpulver und Schokolade mischen und unterrühren.

Eine große Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einpinseln. Den Teig in der Springform verteilen und in ca. 10 Minuten im Ofen auf mittlerer Stufe backen.

Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

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2. Die Schokoladen-Sahne vorbereiten (fast ganz genau nach dem Schokoladen-Frosting von Juli von foodsandeverything)

  • 200 g Sahne (35 %)
  • 2 TL Speisestärke (8 g) – alternativ: Sahnesteif
  • 40 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 40 g + 100 g Vollmilch-Kuvertüre
  • 90 g Kokosfett (kein Öl)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Chili piquin

Die Sahne mit der Speisestärke steif schlagen und für 10 bis 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit die 40 g Zartbitter- und 40 g Vollmilch-Kuvertüre grob hacken und zusammen mit dem Kokosfett in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad schmelzen. Anschließend mit einer Prise Salz und einer Prise Chili piquin abschmecken. Etwas auskühlen lassen, so dass die Masse nicht mehr ganz heiß ist.

Lieblingsgewürze: Murray-River-Salz und Chili Piquin

Die zusätzlichen 100 g Vollmilch-Kuvertüre ebenfalls grob hacken, schmelzen lassen und etwas auskühlen lassen. Zur Seite stellen.

Die Sahne aus dem Kühlschrank heben und mit der 40 g Vollmilch-/40 g Zartbitter-Schokolade vermischen. Anschließend von der Masse 1/3 abnehmen und unter dieses Drittel die zusätzlichen 100 g Vollmilch-Schokolade rühren. Die Schokoladen-Sahne für 1 bis 2 Stunden kühlen, bis eine cremige – noch nicht ganz feste und gut verarbeitbare Masse entstanden ist.

3. Die Squashbälle herstellen (auf Cake-Pops-Basis)

  • der Boden von oben
  • 50 g + 100 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 3-4 TL Schmand – alternativ: Butter oder etwas Sahne
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Chili Piquin
  • 1 TL Puderzucker
  • etwas Limettensaft
  • etwas gelbe Lebensmittelfarbe

Aus dem Boden aus Schritt 1 drei Kreise mit Durchmesser von 10 cm ausstechen und zur Seite stellen.

Buiskuitboden

Die Randstücke/Reste im Mixer zerbröseln. 50 g Zartbitter-Kuvertüre in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad schmelzen. Zusammen mit dem Schmand zu den Kuchenbröseln geben und alles miteinander vermischen, so dass ein saftiger Teig entsteht. Der Teig hat ungefähr die Konsistenz von Marzipan-Rohmasse.

Aus dem Teig kleine Kugeln formen.

100 g Zartbitter-Kuvertüre grob hacken und schmelzen (-> Mikrowelle oder Wasserbad) und mit je 1 Prise Salz und Chili Piquin abschmecken. Die Teigkugeln in die geschmolzene Schokolade tauchen und auf ein Pralinengitter legen. Im Kühlschrank in ca. 20 Minuten auskühlen lassen bis die Schokoladenglasur fest geworden ist.

Den Rest der Schokoladenglasur aufheben.

Puderzucker mit einem Spritzer (wirklich wenig!) Limettensaft und gelber Lebensmittelfarbe verrühren. Mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß jeden Squashball mit zwei gelben Punkten versehen. Die Squashbälle wieder zum Auskühlen in den Kühlschrank stellen.

4. Die Böden garnieren

  • 3 ausgestochene Böden aus Schritt 3
  • die restliche Schokoladenglasur aus Schritt 3
  • 1 – 2 TL Karamellcreme – alternativ: Dulce de Leche
  • Schoko-Pops (finden sich im Müsli-Regal, ich hab sie handverlesen aus der Gesamtpackung)
  • 4 TL Schmand
  • 1 TL Puderzucker
  • ca. 120 g Himbeeren
  • etwas Vanilleextrakt, starker Kaffee oder Whiskey

Die 3 Böden TL-weise vorsichtig mit etwas Vanilleextrakt oder starkem Kaffee beträufeln. Boden 1 mit der Karamellcreme bestreichen. Die Schokopops darauf verteilen.

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Für Boden 2 Schmand mit Puderzucker glatt rühren und die Mischung auf dem Boden verteilen. Die Himbeeren oben auf setzen. Boden 3 (= Deckel) mit der restlichen Schokoladenglasur bestreichen.

Alle Böden in den Kühlschrank stellen. Die Schokoladenglasur von Boden 3 soll fest werden. Das dauert dank der dünnen Schicht nicht sehr lange – 10- 15 Minuten etwa.

5. Die Torte zusammensetzen

  • die 2/3-Schokoladensahne aus Schritt 2
  • die 1/3-Schokoladensahne aus Schritt 2
  • die vorbereiteten Böden aus Schritt 4
  • 20 g Schokolade, Zartbitter
  • die Squashbälle aus Schritt 3

Die Schokolade grob hacken und unter die 2/3-Schokoladensahne heben. Die andere Schokoladenmasse noch im Kühlschrank lassen.

>>> Ab hier direkt auf dem späteren Präsentierteller arbeiten.

Boden 1 mit der Hälfte der Knusper-Schokoladensahne bestreichen. Boden 2 oben aufsetzen und ebenfalls bestreichen. Anschließend Boden 3 als Abschluss obenauf setzen. Die Torte nochmals für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Schokoladensahne wieder fester werden kann.

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Die Torte und die 1/3-Schokoladenmasse aus dem  Kühlschrank nehmen. Die Torte nun rundherum mit der 1/3-Schokoladenmasse einstreichen. Die Squashbälle obenauf und nebendran dekorieren. Squashbälle, die keinen direkten Kontakt zur Torte haben mit etwas Schokoladenmasse festkleben. Die 1/3-Schokoladenmasse wird im Kühlschrank sehr fest und verhindert so ein wegrollen der kleinen Bälle.

Für mehrere Stunden am besten über Nacht kühl stellen, damit die Torte fest werden kann.

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9 Antworten zu “[Squash-Torte] Also, ich meine: Schokoladenbiskuit-Torte mit Schokopops und Karamellcreme, Himbeeren und Schokoladen-Schoko-Sahne. Dazu Cake-Pops-Deko.

  1. du hast mich verführt. ja, es hat geklappt. und ich bin nicht nur einen tag in der küche gestanden – den begriff slow-food kann man durchaus wörtlich nehmen!! -, ich hab eine „über-nacht-aktion“ daraus gemacht. dieses erlebnis geht in die geschichte ein als basteln und werken mit schokolade und sonstigen leckereien mit kostproben am laufenden bande. es war ein erlebnis! vielen dank für deine herrliche idee und liebe grüße aus wien.
    maria

    • Liebe Maria,

      ganz herzlichen Dank für Dein Feedback. Ich habe mich besonders gefreut, dass sich jemand an dieses – ja Du hast Recht – Slow Food herangetraut hat. Es freut mich sehr, dass es geklappt und geschmeckt hat.

      und für Dich: wow!!! wer war denn der oder die Glückliche, der sich diese Arbeit verdient hatte?

      liebe Grüße, Natalie

  2. Oh mein Gott! Das sieht unfassbar wunderschön und lecker aus. Könnte schon passieren, dass ich mich dafür in die Küche stell…
    Herzliche Grüße,
    Dani

    • ach wie schön zu wissen, dass es da draußen noch mehr Menschen gibt, die sich für sowas mal eben n halben Tag in die Küche stellen würden :)

      Danke Dir.

      Liebe Grüße,
      Natalie

  3. Oh, die beiden Foodie-Links sehen aber gut aus. Sind schon mit Bookmark versehen ;-)

    Und vielen Dank für dein positives Feedback zu meinem frisch geschlüpften Blog. Das freut mich wirklich sehr. An der Namensindee habe ich auch eine Weile gebastelt. Aber sowas ist schließlich auch Teil meines Jobs ;-)

    Liebe Grüße
    Jana

  4. Uups, definitv ausnahmsweise kein Rezept, das ich jemals nachbacken werde, aber falls mir jemand ein Stück anbietet, würde ich nicht nein sagen ;-)
    Wo bekommt man denn dieses Karamell mit Kardamom her?? Das würde mich auch pur interessieren, da ich schwer karamell-süchtig bin.

    Und ganz lieben Dank, dass du meinem neuen Blog folgst. Mit deiner Schlagzahl kann ich sicher nicht mithalten, aber ich gebe mein Bestes :-)
    Jana aka seasonette aka konsumrebellin

    • Hi Jana,

      ich hatte tatsächlich auch überlegt, ob ich nur Fotos und gar kein Rezept poste, weil ich mir das auch so dachte :-) andererseits für ein Geschenk lohnt sich der Aufwand und es hat auch total Spaß gemacht, das ganze zusammen zu bauen. ich bin ja sonst kein Tortenheld. Kenne von früher nur die Buttercreme-Torten meiner Oma und find Buttercreme ganz furchtbar.

      Die Karamell-Creme habe ich mit der foodist-Box (http://foodist.de/) bekommen, aber man kann sie auch direkt online bestellen: http://www.meins-fancyfoods.de/online-shop/ – ich hab sie noch nie auf Brot oder ähnlichem gegessen und bisher nur pur gelöffelt. Auch wenn ich den Kardamom-Geschmack eine Spur zu stark finde.

      Natürlich lese ich gern bei Dir weiter mit! Ich fand die ersten beiden Einträge toll und sehr schön fotografiert. Ich bin gespannt, was da noch kommt! Ach und Kompliment zur Namensidee!

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Natalie

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