Chai-Latte-Eis mit Garam-Masala-Mandeln

Stellen wir uns vor, wir sind alle zusammen in einer TV-Show. So eine früh-abends-Familien-Show. Die Art, wo sie mit der Kamera ins Publikum schwenken und man in lauter fröhliche vor Hitze errötete Gesichter blickt. Gut, nur zur Sicherheit möchte ich klar stellen, unsere Gesichter sind natürlich nicht vor Hitze errötet. Die sehen strahlend, leuchtend und einfach perfekt aus – so dass alle vorm Fernseher denken „mei, da hams fesche Madln un Buam“.

Der Moderator – ein Schwiegermutter-Liebling mit gut trainiertem Oberkörper und schickem Anzug zu Turnschuhen – streicht sich gerade noch mal durch sein volles Haupthaar (falls das mit der Moderatoren-Karriere nicht klappt, will er Werbung für gutes Haarshampoo machen; Luxusmarken, versteht sich). Sportlich schreitet er aufs Publikum zu; das Zusatzmikro hat ihm die schöne Assistentin gerade gereicht. (Habt Ihr ihr Kleid gesehen? WAHNSINN! ;-) )

Vorm Publikum hält der Schwiegermutter-lieben-ihn,-Töchter-auch-Moderator kurz inne, schaut suchend über die Reihen, dann hält sich sein Gesicht auf und –

… und er setzt sich mitten in unsere Reihe. Ein bißchen Geplänkel, Small Talk, wir glänzen alle durch tolle Antworten. Und dann fragt er, die Frage, die wir alle immer ein bißchen peinlich finden. Von der wir es aber richtig blöd fänden, sie nicht zu beantworten. Denn wenn wir schon einmal im Fernsehen sind, dann – also ehrlich, warten wir doch eigentlich den ganzen Abend nur auf diese Frage!

Möchtest Du noch jemanden grüßen? – JAAA!!! – Gut, Du hast 3 Grüße frei.

Wie nur 3? Mensch, das heißt ja ich muß auswählen. Das ist jetzt aber d…. Also gut: Hier zuerst einen Gruß an alle, die irgendwie nun mehr oder weniger mit dem nachfolgenden Rezept vernetzt sind:

  • Ina von Step by Step … me living my life, damit sie noch ein bißchen beschwingter durch’s Herbstlaub tanzen kann – und weil sie mir heute das erste Foodblog-Lese-Lächeln aufs Gesicht zauberte und mich mit ihrem Post über Chai Latte daran erinnerte, dass ich da auch noch was zu zu sagen hab.
  • unbekannter Weise Bettina von homemade and baked, die ich noch nicht kenne und von deren Blogevent Blog Event bei homemade and bakedzum Thema Tee ich erst heute früh bei Ina gelesen habe (kleine, vernetzte Blogwelt) und deren Blog mir aber auf den ersten Blick sofort gefallen hat, da werde ich auf jeden Fall immer mal wieder vorbei hüpfen und das ein oder andere Rezept vom Bildschirm aus anschmachten. An dieser stelle jedoch erstmal einen Gruß und einen Beitrag zum Blogevent.
  • dann natürlich an Jana von seasonette, weil ich schon vor Woooochen bei ihr diese Mirabellen-Haselnuss-Tartes entdeckt habe und sie eigentlich gern überredet hätte, welche davon vorbeizuringen. Die passen sicher super zum Eis. Leider, leider war mein Kommentar nicht laut genug ;-) und so mußte ich mein Eis (fast) ganz alleine essen…

… und dann grüße ich auch alle meine liebsten Blogger-Freunde (you know who you are!), deren eigene Blog-Beiträge immer wieder spannend und interessant sind und deren Kommentare auf meinem Blog ich nicht missen möchte. Natürlich alle lieben Leser – ohne die das Bloggen nur halb so toll wäre. Und last but not least: diejenigen aus dem richtigen Leben, die mit mir all das, was hier gekocht wird, essen, am Tisch warten, bis die Fotos stimmen und dann auch noch mein Blog lesen. Ein dicker Gruß an euch alle!

Gut – jetzt aber weiter im Programm – sonst verschieben sich die nachfolgenden Sendungen auf unbestimmte Zeit.

Chai-Latte-Eis mit Garam-Masala-Mandeln

Chai Latte-Eis | Earl Grey-Pflaumen | Garam Masala-Mandeln

für 3-4 Personen

  • 10 Körner schwarzer Pfeffer (bei mir: Tasmanischer Pfeffer, der hat eine leicht fruchtige Note)
  • 1/3 TL Koriandersamen
  • 2 Kapseln Kardamom
  • 1 cm Ingwer, frisch
  • 1 TL Zimt
  • 2 Beutel schwarzen Tee (bei mir: Darjeeling)
  • 150 ml Wasser
  • 1 Vollei
  • 1 Eigelb
  • 250 ml Milch, 3,5 % Fett
  • 50 ml Sahne, 35 % Fett
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Mandelblättchen
  • 3 TL brauner Zucker
  • 2 TL Wasser
  • 1 TL Butter
  • 1 Msp. Garam Masala
  • 1 Prise Salz

Zunächst die Gewürzmischung für den Chai vorbereiten. Dafür die Kardamom-Samen aus den Kapseln lösen und mit Pfeffer und Koriander im Mörser zerstoßen. Außerdem den Ingwer schälen und reiben, mit dem Zimt, den übrigen Gewürzen und dem Tee in einen kleinen Topf oder eine große Tasse geben. Das Wasser zum kochen bringen und Gewürze und Tee damit übergießen. Nun den Tee insgesamt 15 Minuten ziehen lassen. Nach etwa 8 Minuten die Teebeutel entfernen, die Gewürze aber bis zum Ende ziehen lassen.

Die Chai-Mischung durch ein Sieb gießen und auf kleiner Flamme um 1/3 reduzieren lassen.

Währenddessen Sahne, Milch, 1 Prise Salz und Puderzucker erwärmen, bis sich der Zucker auflöst. Dann vom Chai 60 ml abmessen und zur Sahne-Milch-Masse geben. Diese Masse etwas abkühlen lassen, so dass sie im nächsten Schritt bedenkenlos mit dem Ei gemischt werden kann, ohne das dieses gerinnt.

Vollei und Eigelb mit einander verschlagen und die Chai-Sahne unterrühren. Die Masse über dem Wasserbad auf kleiner Flamme zur Rose rühren. [Hilfestellung für die Rose gibt es hier mit einer ausführlichen Beschreibung und weiteren Links]

Garam Masala-Mandeln

Die fertige Eismasse über Nacht im Kühlschrank reifen lassen und am nächsten Tag mit der Eismaschine weiter verarbeiten.

Für die Garam-Masala-Mandeln in einer beschichteten Pfanne Zucker, Wasser, Butter, 1 Prise Salz und Garam Masala erhitzen. Wenn die Butter geschmolzen ist, alles gut verrühren und die Mandelblättchen dazu geben. Goldgelb karamellisieren lassen. Dafür am besten dabei bleiben – auch hier gilt: nach „oh, wie lecker“ kommt schnell „äääh, das schmeiß ich besser mal weg“.

Bei mir gab es dazu außerdem noch Earl-Grey-Pflaumen.

eine Eiscreme-Box voll Glück

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15 Antworten zu “Chai-Latte-Eis mit Garam-Masala-Mandeln

  1. Hallo! Das Rezept ist ja mal der Hammer! Hab es zwar für den Sommer verpasst, aber Eis geht notfalls auch im Winter! :P Darf ich es auf meiner Seite erwähnen bzw. auch dich verlinken?

    Viele Grüße!

    • Hi Philipp,

      herzlichen Dank :-)

      da es sich hier ja streng genommen um Tee handelt, sollte man es besser jetzt im Herbst und dann im Winter trinken. :-)

      und natürlich freue ich mich über eine Verlinkung.

      Viele Grüße,
      Natalie

  2. Hahaa, wie gut. Erinnert mich stark an diverse Radioshows und interaktive MTV-Shows. *Ich grüße alle die mich kennen*… Was ein Knüllerbeitrag mal wieder von Dir! :D

    Natürlich ist das Rezept ebenfalls der Oberknüller, Chai-Latte Eis, ich werd bekloppt… Das mit den Masala-Mandeln nehm ich dir sofort ab, nachdem ich bereits Marcos Curry-Cashews mehr als einmal nachgemacht habe. Würde mich sogar trauen, ganze Mandeln zu nehmen, für den extra Biss.

    Immer wieder ein Genuss, was du so in der Küche zauberst!
    Liebe Grüße und ne zuckersüß-chilischarfe Woche.

    P.S.: Ich grüße alle, die mich kennen!!

    • danke, danke. Ich werd noch ganz übermütig ;-)

      ganze Mandeln sind sicher auch super – für mich bitte ohne Schale. so richtig als gebrannte Garam-Masala-Mandel. Ggfs. auch noch mit einer leichten Whiskey-Note. Kriegt man Whiskey an gebrannte Mandeln?

      Mist – ich mein: Danke. das ist dann wohl Kochprojekt 4 in der Liste für heute und morgen.

      zum Thema zuckersüß-chilischarf hab ich übrigens was in Planung. hast Du hellseherische Fähigkeiten?

      liebe Grüße zurück und einen bombastischen Tag!
      Natalie

  3. Wusstest du eigentlich beim Zubereiten dieses Rezept und beim Schreiben des dazugehörigen Blogposts, dass ich uuunglaublich begeistert sein werde? :)

    Zunächst mal vielen lieben Dank für die netten Grüsse! Es ist schön so viele „virtuelle“ Freunde zu haben, die ein und die selbe Leidenschaft mit einem teilen. Manchmal habe ich das Gefühl ich kenne meine Bloggerkolleginnen und -kollegen schon derart gut, obwohl noch nie im Leben gesehen… müssen wir eh dann mal nachholen! ;)

    Aber anyhow… mit dem Eisrezept hier triffst du bei mir natürlich ins Schwarze! Und wer seine Würzmischung selber mischt, der verdient sowieso meinen Respekt ;) I like!!

    • Lieber Marco,

      es war mir wie immer eine Freude. :-)

      Nie, nie, niemals würde ich ja auf die Idee kommen, Dir ein simples Vanille- oder Schokoladeneis zu servieren. Wenn ich je dazu komme, Dir ein selbstgemachtes Eis zu servieren, dann sicherlich etwas, das Deiner Liebe für „ungewöhnliche Kombinationen“ ;-) gerecht wird.

      Des weiteren hast Du absolut recht, was die virtuellen Freundschaften angeht. Manchmal erwischt man sich dabei, dass man bei einem Rezept genau an eine Person denkt – und dann fällt einem irgendwann auf, dass man diese Person eigentlich noch gar nicht „in echt“ getroffen hat.

      Liebe Grüße und einen schönen Abend,
      Natalie

  4. Zuerst mal ganz ganz lieben Dank – ich fühle mich wirklich sehr geehrt, unter den drei Auserwählten zu sein :-) :-) :-)
    Der Akku der Eismaschine liegt ja noch im TK und selbige kommt am Wochenende wohl mal wieder zum Einsatz. Dein Eisrezept liest sich einfach verführerisch :-) … Liebe Grüße, Jana
    .

    • ach, sehr gerne. ich hoffe ja, dass ich das nächste mal so ein Haselnuss-Mirabellen-Törtchen zum Eis essen kann ;-)

      mein letztes Eis ist auch schon wieder ne Weile her – da muss ich auch mal wieder ran. Werde ich wohl am Wochenende versuchen. Mir schwebt da schon was im Kopf rum. Das war echt einer der besten Küchengeräte-Käufe dieses Jahr.

      hatte im Übrigen am Wochenende Versuch 1 der Mini-Gugl gestartet. Ich denke am Mittwoch gibt es Versuch 2… manchmal gilt scheinbar auch in der Küche „gut Gugl will Weile haben“

      Liebe Grüße,
      Natalie

      • Ja, bei der Brownie-Verwandlung scheint mir die Backzeit der Knackpunkt zu sein. Ich habe vorletztes Wochenende auch einen Glaskuchen-Test gemacht mit folgendem Fazit:
        a) Teig ist superlecker
        b) Macadamia-Nüsse ziehe ich klar vor (habe die Erdnuss-Alternative nicht probiert, aber vorab einen Geschmackstest gemacht)
        c) leider etwas zu lange gebacken, so dass innen die Feuchtigkeit weg war :-(
        Aber ich werde auch noch einen Versuch starten. Lohnt sicher. Bei den Mini-Gugln gestaltet sich die Balance „innen feucht vs. ausrtrotzdem stabil“ wahrscheinlich noch schwieriger. Viel Glück beim Perfektionieren :-)

        • bei mir war es eher, dass der Teig mir nicht genug „Geschmackstiefe“ hatte – das mag aber daran gelegen haben, dass ich statt Kakao die Schokoladen- und Mehlmasse erhöht hab. Kakao brauche ich halt fast nie, daher hatte ich den nicht im Haus. Und die Konsistenz muss ich noch verändern – der Brownie-Teig ist ja sehr brüchig, das ist für die kleinen Gugl etwas problematisch. da bekommt man dann ganz viele „Probierstücke“ ;-)

          Hast Du Dich ansonsten ans Rezept gehalten oder viel verändert?

          bin schon echt gespannt aufs Ergebnis!

          • Ich habe mich ausnahmsweise mal 1:1 ans Rezept gehalten. „Geschmackstief“ war das Ganze, aber dafür ist vermutlich wirklich der Kakao wichtig.

            Mein Kuchen war auch sehr formstabil – vermutlich dank reichlicher Backzeit. Dafür war zumindest der direkt getestete ein wenig trocken. Zwei weitere sind jetzt gut durchgezogen und harren im Kühlschrank aufs nächste Wochenende.

            Ich denke, die Kunst liegt darin, den „goldenen Mittelweg“ zu finden: feucht und trotzdem stabil :-)

  5. Puh. Also. Nom nom. Sabber. Schlabber. Hier hier hier ich will. Sofort.
    Ich bin sprachlos. Auf die Idee so ein leckeres Eis zu machen wäre ich gar nicht gekommen.
    Ich bin gleich aufgesprungen und habe alle Zutaten zusammengesucht (erstaunlich, dass ich tatsächlich alle Zutaten da hatte) und mich riesig gefreut, dass ich diesen Traum, nein dieses Träumchen, nach machen kann.
    Bis ich mit Erschrecken festgestellt habe, dass ich keine Eismaschiene habe. Jetzt schmachte ich die Bilder anund überlege wie ich doch noch an dieses Eis komme…
    Liebe Grüße
    Ina

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