Mandel-Mohn-Plätzchen mit Zitronenguss [glutenfrei/laktosefrei]: Für die Geheimnisvollen unter Euch.

Ich bin das Sinnbild einer geheimnisvollen Frau.

Man kommt einfach nicht dahinter, was mich umtreibt. Gerade denkt man „HA! Jetzt habe ich sie durch und durch und gänzlich verstanden!“ und erwartet, dass ich an der nächsten Lebens-Biegung nach rechts schwenke – doch ich tänzel sorgenfrei mit einem kapriziösen Schritt nach links.

Ich mache also immer das Gegenteil von dem was erwartet wird? Ach, das wäre zu einfach. Denkt nicht, dass Ihr damit das Muster erfasst habt. Vielleicht – und zwar dann, wenn Ihr es am wenigsten erwartet – springe ich beim nächsten, übernächsten oder dem Mal danach auch wirklich nach rechts. Leichtfüßig und mit einer Selbstverständlichkeit als würde ich nie etwas anderes tun.

Es ist also Balsam für mein verschleiertes Seelenleben, wenn ich höre: „Du bist so schwer zu durchschauen.“ Und wenn virtuelle Freunde sagen: „Ja, prinzipiell ist vorhersehbar, dass du etwas verändern wirst. Spannend ist, was es wird.“ – dann ist das, naja, nur wenig Balsam? ;-)

Ich meine, als Frau ist es doch mein Auftrag geheimnisvoll zu sein. Und ich habe doch auch dieses 1-A-super-geniale-Pokerface, dass mich dabei unterstützt. Gut, dass sieht die liebe Jana nicht. Scheinbar bin ich virtuell durchschaubarer als real? Oder bin ich am Ende weder geheimnisvoll noch schwer einzuschätzen? Schließlich gar durchschaubar? [okokok – ich sehe Eure Gesichter! Lasst mir aber das „…wenn man mich einmal verstanden hat“ ;-) ]

Dieses Ereignis hat mich nun so sehr in eine Plätzchen-getriebene Sinnkrise gestürzt, dass ich Janas Rezept für easy-peasy-super-lecker Walnuss-Lebkuchen genommen und aufs Gramm genau so nachgebacken habe, wie sie es aufgeschrieben hat. Gut!  Habe ich natürlich nicht gemacht. Ich habe das Rezept genommen und alles verändert, was mir einfiel zu verändern.

Mandel-Mohn-Plätzchen mit Zitronenguss [glutenfrei/laktosefrei]

Mandel-Mohn-Plätzchen mit Zitronenguss

für 60 Mal geheimnisvoll gutes Plätzchenglück

  • 2 Eier (L)
  • 230 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • gemahlene, getrocknete Zitronenschale – alternativ Abrieb 1/4 unbehandelten Zitrone
  • 15 Körner grüner Pfeffer
  • 200 g gemahlene, blanchierte Mandeln
  • 20 g Mohn
  • 60 Stück + Reserve Oblaten, 40 mm Durchmesser
  • Mandelblättchen
  • Zitronensaft
  • Puderzucker

Zunächst die Eier schaumig schlagen, dann nach und nach den Zucker einrieseln lassen bis eine zähe Masse entsteht.

Zitronenschale, Salz und Pfeffer im Mörser fein mahlen und zu der Ei-Zucker-Masse geben; gut verrühren. Dann die Mandeln und den Mohn unterheben und den fertigen Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 160° C vorheizen.

Mit einem Teelöffel kleine Mengen Teig abnehmen und zu Kugeln mit etwas mehr als 1 cm Durchmesser formen. Jede Kugel auf eine Oblate und diese dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Jedes Plätzchen mit einer gehobelten Mandelscheibe belegen.

Für 15 – 18 Minuten im Ofen backen. Die Plätzchen nicht überbacken, sonst werden sie trocken und durch die hohe Zuckermenge hart.

Mit etwas Zitronensaft und Puderzucker einen einfachen Guss herstellen und die Plätzchen damit großzügig einstreichen. Ich habe einen dicken Guss gemacht jedoch versucht, die Zuckermenge so gering wie möglich zu halten. Für ca. 15 Plätzchen verrührte ich den Saft 1/4 Zitrone mit 6-7 TL Puderzucker.

glutenfreie, laktosefreie Weihnachtsplätzchen mit Mohn, Mandeln und Zitrone

P.S.: Liebe Freunde – sowohl im realen als auch virtuellen Leben – da Ihr mich ja nun kennt. Ein bißchen zumindest, davon gehe ich aus. Tut mir den Gefallen und brecht nicht in schallendes Gelächter aus – sondern denkt daran, dass ich geheimnisvoll und undurchschaubar bin, wenn Ihr das nächste Mal in meinem Pokerface lest, wie in einem offenem Buch.

P.P.S.: Liebe Jana – ich habe natürlich Dein Rezept auch mit weniger Veränderung nachgebacken. Und es ist der Hammer! Ich kann mag nicht zählen, wie viele Walnuss-Lebkuchen in meinem eigenem Bauch gelandet sind.

13 Antworten zu “Mandel-Mohn-Plätzchen mit Zitronenguss [glutenfrei/laktosefrei]: Für die Geheimnisvollen unter Euch.

  1. Wieviele von den 60 Plätzchen sind denn noch da? ;) Und ich hab immer noch keine gebacken, oh manno! Aber der grüne Pfeffer da drin hört sich geheimnisvoll an ;) Just genauso wie ich es doch mag!

    • die Frage ist jetzt aber gemein. Also es sind noch 20 da – aber ich habe auch direkt am Samstag Mittag welche verpackt und verschenkt.

      und wie, lieber Marco, kann es denn sein, dass Du noch immer keine Plätzchen gebacken hast? Bald ist doch dritter Advent! :-)

      • Haha, zielt dein eben vorhin veröffentlichter Facebook-Post auf mein Versäumnis Plätzchen zu backen ab? *schmunzel* Zumindest fühlte ich mich angesprochen ;)

        Ich kann dir echt nicht sagen, weshalb ich denn immer noch keine gebacken habe. Dabei hatte ich doch extra noch neue Förmchen gekauft! :) Und wenn ich mich nicht beeile, dann lohnt sichs bald nicht mehr…

        • sagen wir, Du hattest einen erheblichen Anteil an der Inspiration zu diesem Post ;-)

          die armen Förmchen kriegen bestimmt Minderwertigkeits-Komplexe, wenn sie unbenutzt bleiben…

          • Ich fühle mich geehrt ;) und wer weiss, vielleicht klappts doch noch vor Weihnachten! Sie wären nämlich so hübsch: kleine Gingerbreadmen, abwechslungsweise mit angeknabberten Köpfchen, Ärmchen oder Beinchen :)

  2. Oho, ich hätte ja nicht gedacht, dass ich mit meiner Bemerkung dein Seelenleben so erschüttert habe ;-) Aber in dieser Beziehung bist du wirklich vorhersehbar. Ich allerdings auch. Deine Anregung mit den Cranberries habe ich bei meiner zweiten Lebkuchen-Charge auch aufgegriffen, statt Pfeffer aber ein paar Pimentkörner in den Mörser geschmissen und auch eine Spur Nelken dazugepackt … sehr lecker. So einige Lebkuchen haben nicht mal das Stadium der Glasur erlebt.

    Und jetzt kommst du schon wieder mit so einer tollen weiteren Abwandlung um die Ecke … mal sehen, was ich im Zuge unseren großen Lebkuchen-Ping-Pongs draus mache – falls ich nochmal zum Backen komme.

    Liebe Grüße
    Jana

    • hahaha… :-D

      siehst Du, ich hab die Lebkuchen-Abwandlung mit den Cranberries und/oder Datteln noch nicht ausprobiert. ich war dann ja auf ganz anderen Pfaden.

      Nelke und Piment – bestimmt super und dann noch lebkuchiger! *yummie*

      Liebe Grüße und danke für die Inspiration
      Natalie

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